Elsässische Weinstraße: Die schönsten Ortschaften und Dörfer

Die elsässischen Dörfer an der Weinstraße sind bekannt für Schlösser, verwinkelte Fachwerkhäuser und malerische Weinberglandschaften. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise zu den schönsten Ortschaften und verraten Ihnen, was diese Dörfer so besonders macht.

Warum die Dörfer im Elsass so einzigartig sind

Die elsässischen Dörfer zeichnen sich vor allem durch hervorragende Restaurants, Fachwerkhäuser und malerische Gassen aus:

  • Buntes Fachwerk: Anders als in vielen deutschen Regionen sind die Fachwerkhäuser im Elsass extrem farbenfroh gehalten. Von Pastelltönen bis hin zu kräftigem Rot, Kobaltblau und Senfgelb ist jede Fassade ein Unikat.

  • Blumenpracht im Sommer: Von Mai bis Oktober verwandeln sich die Gemeinden in wahre Blütenmeere. Geranien und Petunien zieren Fensterbänke, Brunnen und Holzbalustraden.

  • Historischer Zustand: Viele Ortskerne wurden im Laufe der Jahre von Zerstörungen verschont und blieben innerhalb ihrer mittelalterlichen Stadtmauern nahezu unverändert erhalten.

  • Die Verbindung von Wein und Genuss: Die Dörfer sind eng mit dem Weinbau verwoben. Überall laden kleine Winzerhöfe zur Verkostung von Riesling, Gewürztraminer oder dem prickelnden Crémant d’Alsace ein.

 

Die schönsten Orte im Elsass

Mehrere Ortschaften im Elsass tragen die offizielle Auszeichnung „Les Plus Beaux Villages de France“ (Die schönsten Dörfer Frankreichs). Hier sind die Dörfer, die unserer Meinung nach den Preis verdient haben:

Éguisheim

Das Besondere an der Ortschaft ist der Grundriss: Das Dorf legt sich in drei konzentrischen Kreisen um die ehemalige Burg der Grafen von Éguisheim. Wenn Sie durch die gepflasterten Straßen spazierengehen, wandern Sie vorbei an wunderschön restaurierter Fachwerkbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

  • Highlight: Der historische Taubenschlag im Süden des Dorfes ist eines der meistfotografierten Motive des gesamten Elsass.

Durch seine Bauweise und die detailreichen Holzfassaden an den Fachwerkhäusern wirkt die Ortschaft fast wie eine Filmkulisse und lädt zu einem gemütlichen Spaziergang und Verkosten eines Flammkuchens ein.

 

Riquewihr

Wer Riquewihr betritt, begibt sich auf eine echte Zeitreise. Die Stadtmauer umschließt eine Gesamtanlage aus dem 16. Jahrhundert. Da die Ortschaft in den Kriegen kaum beschädigt wurde, weist sie eine atemberaubende Dichte an historischer Bausubstanz auf.

Die Hauptstraße Rue du Général de Gaulle bezaubert durch farbenfrohe Patrizierhäuser und alte Bäckereien, an denen sich Besucher und Einwohner versammeln.

  • Highlight: Der Dolder-Turm, ein 25 Meter hohes Fachwerktor aus dem Jahr 1291, das einst als Wachturm und Stadttor diente.

Die Kombination aus imposanten Befestigungsanlagen, majestätischen Winzerhäusern und der Lage inmitten steiler Weinberghänge ist an Romantik kaum zu übertreffen. Und auch zur Weihnachtszeit ist das Dorf wunderschön. Vom Weihnachtsmarkt aus kann man die geschmückten, Gassen, Fachwerkhäuser und den festlich dekorierten Dolder-Turm sehen. Diese besondere Atmosphäre zwischen alten Winzerhäusern und den Weinbergen ist unserer Meinung nach dem Besuch wert.

 

Kaysersberg

Kaysersberg gesellte sich 2017 in die Riege der als „Lieblingsdorf der Franzosen“ ausgezeichneten Orte. Es unterscheidet sich vor allem durch seine Lage: Das Flüsschen Weiss schlängelt sich direkt durch den Ortskern.

Eine befestigte Sandsteinbrücke aus dem 15. Jahrhundert verbindet die beiden Uferseiten und bietet eine traumhafte Fotokulisse. Über den Dächern ragt die Ruine der Burg Kaysersberg auf. Der kurze Aufstieg belohnt Besucher mit einem Panoramablick über das Weiss-Tal.

  • Highlight: Der Spaziergang entlang des Flussufers und die Kombination aus Flusslandschaft, Fachwerk und Burgruine.

Kaysersberg wirkt etwas weitläufiger und bietet durch die Burg und den Fluss eine sehr abwechslungsreiche Landschaftskulisse. Wie in anderen elsässischen Ortschaften auch lohnt es sich in der Weihnachtszeit den Weihnachtsmarkt zu entdecken, während historische Brücke, Burgruine und Fachwerkhäuser das Ortsbild prägen.

Kaysersberg: imperial greatness

Kaysersberg wirkt etwas weitläufiger und bietet durch die Burg und den Fluss eine sehr abwechslungsreiche Landschaftskulisse. Wie in anderen elsässischen Ortschaften auch lohnt es sich in der Weihnachtszeit den Weihnachtsmarkt zu entdecken, während historische Brücke, Burgruine und Fachwerkhäuser das Ortsbild prägen.

Hunawihr

Hunawihr gehört ebenfalls offiziell zur den schönsten Ortschaften der Region. Im Gegensatz zu seinen Nachbarnorten hat sich Hunawihr seinen ganz ruhigen, authentischen Charakter als traditionelles Winzerdorf bewahrt.

Die markante Kirche St. Jacques le Majeur aus dem 14. Jahrhundert thront leicht erhöht auf einem Hügel, umgeben von einem historischen Friedhof mit Befestigungsmauer und weiten Rebenfeldern.

  • Highlight: Die ikonische Wehrkirche inmitten der Weinreben sowie das renommierte Natur- und Schutzzentrum für Störche und Fischotter (NaturOparC).

Hunawihr: a nest in the vineyards

Ein besonderer Reiz von Hunawihr liegt in der Verbindung von Wein und gelebter Winzertradition. Entlang der Weinstraße lassen sich wunderschöne Häuser und kleine Winzerhöfe entdecken, die einen Einblick in die regionale Weinkultur geben.

Umgeben von Weinbergen wirkt das Dorf wie ein ruhiger Ausgangspunkt, um das Elsass und seine kulinarischen Spezialitäten kennenzulernen.

 

 

Bergheim: Das ruhige Juwel mit intakter Stadtmauer

Ein weiteres Winzerdorf ist Bergheim (Lieblingsdorf der Franzosen 2022). Ähnlich wie Hunawihr besticht Bergheim durch seine entspannte Atmosphäre.

Bergheim sticht vor allem durch seine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Mauer mit ihren Wehrgängen und Türmen hervor. Ein Rundweg führt außen an den Befestigungsanlagen entlang – mit freiem Blick auf die angrenzenden Rebenfelder.

  • Highlight: Der Spaziergang auf dem Stadtmauer-Rundweg (Promenade des Remparts).

Hier lässt sich die historische Magie des Elsass ganz ohne Hektik in der Nähe der Weinberge am Fuße der Vogesen genießen.

 

 

Welches Dorf verdient den Gesamtsieg?

Wenn man alle Kriterien wie Architektur, Pflegezustand, Gesamteindruck und Atmosphäre zusammenzieht, lässt sich ein knappes, aber klares Urteil fällen:

Éguisheim trägt für viele Besucher völlig zu Recht den inoffiziellen Titel als schönstes Dorf im Elsass.

Die einzigartige kreisförmige Struktur, die verkehrsberuhigte Lage innerhalb der Gassen, die makellose Bepflanzung und der Charme der kleinen Plätze machen Éguisheim zu einem nahezu perfekten Gesamtkunstwerk.

Wer allerdings den Trubel meiden und authentisches Winzerflair genießen möchte, findet in Hunawihr sein persönliches Highlight. Und wer spektakuläre Architektur mit Wehrtürmen und Stadtmauern sucht, wird vermutlich Riquewihr oder Kaysersberg bevorzugen.

 

 

Praktische Tipps für Ihren Besuch im Elsass

Damit Ihre Reise zu den schönsten Dörfern im Elsass unvergesslich wird, sollten Sie bei der Planung für die elsässische Region einige Punkte beachten:

  1. Die beste Reisezeit wählen:

    • Frühling & Sommer: Ideal für Wanderungen in den Weinbergen und um die volle Blütenpracht der Dörfer zu erleben.

    • Herbst (September/Oktober): Zeit der Weinlese. Die Hänge leuchten in Gold- und Rottönen, und in den Dörfern finden traditionelle Winzerfeste statt.

    • Winter (Ende November bis Dezember): Die Elsässer Weihnachtsmärkte sind Weltklasse. Orte wie Kaysersberg, Riquewihr und ihre Nachbardörfer verwandeln sich dann in leuchtende Wintermärchen.

  2. Dörfer zu Fuß verbinden: Viele dieser Orte liegen ganz nah beieinander. Von Hunawihr aus können Sie beispielsweise wunderbare Spaziergänge und Wanderungen durch die Reben direkt nach Riquewihr oder Ribeauvillé unternehmen.

  3. Kulinarik genießen: Ein Besuch im Elsass ist unvollständig ohne die regionale Küche. Probieren Sie in einer traditionellen Winstub:

    • Elsässische Tarte Flambée (Flammkuchen): Hauchdünn, knusprig, belegt mit Schmand, Speck und Zwiebeln.

    • Choucroute Garnie: Deftiges Sauerkraut mit verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten.

    • Baeckeoffe: Ein geschmorter Eintopf aus verschiedenen Fleischsorten, Kartoffeln und Gemüse.

    • Alsace-Weine: Lassen Sie sich beim lokalen Winzer einen kühlen Riesling oder Gewürztraminer einschenken.

Entlang der Elsässer Weinstraße gibt es neben den bekannten Reisezielen auch weniger bekannte Sehenswürdigkeiten. Der Besuch ein traditionelles Haus es oder eines lokalen Museum kann viel über die Geschichte und Kultur der Gemeinde erzählen. So lässt sich auf der Weinstraße auch abseits der berühmten Sehenswürdigkeiten einiges sehen und entdecken.

 

FAQs: Häufige Fragen zum Urlaub im Elsass

Welcher Ort im Elsass ist der schönste an der Weinstraße?

Zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehören unserer Meinung nach Éguisheim, Hunawihr, Riquewihr, Bergheim und Kaysersberg, da diese bei Reisenden durch ihre kleinen Straßen sowie bunten Fachwerkhäuse überzeugen und in unmittelbarer Nähe zu größeren Städten wie Colmar und Staßburg liegen.

 

Was sind die vier Wunder des Elsass?

Als die vier klassischen historischen Wahrzeichen des Elsass gelten das Straßburger Münster als Meisterwerk der Gotik, der Isenheimer Altar im Musée Unterlinden in Colmar, die imposante Hohkönigsburg hoch über den Vogesen und die berühmte Silbermann-Orgel in Marmoutier. Um die Sehenswürdigkeiten bei einem Tagesausflug zu entdecken, lohnt es sich in ein Ferien an der Weinstraße zu mieten.

Wo muss man im Elsass gewesen sein?

Zu den absoluten Pflichtzielen gehören Colmar mit dem Viertel Petite Venise, in dem sich bunte Häuser aneinanderreihen. Die Stadt Straßburg bietet einen prächtigen Münster, schöne Museen, ausgezeichnete Restaurants. Auch die majestätische Hohkönigsburg sowie den Wallfahrtsort Mont Sainte-Odile sollten sie nicht verpassen. Zudem lohnt sich ein Ausflug zu den malerischen Winzerdörfern Hunawihr, Ribeauvillé und Kaysersberg.

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